Die Arbeitsqualität in kleinen und mittleren Unternehmen stärken

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Erfolgreiche Vernetzung zweier INQA-Initiativen

18.03.2015

Der gesunde Arbeitsplatz in einer modernen Arbeitswelt, war Thema bei diesem ersten gemeinsamen Kick off der INQA-Projekte „Gesunder Mittelstand in Deutschland (GeMit)“ sowie „klein aber fit“. Beide Projekte werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Rahmen der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) gefördert. Diese hat zum Ziel, durch eine gesteigerte Arbeitsqualität die Wettbewerbsfähigkeit und die Innovationskraft im Mittelstand zu stärken. Das Thema Gesundheit ist dabei ein wichtiger Erfolgsfaktor und die beiden Projekte beschäftigen sich mit der Frage, wie durch eine betriebliche Gesundheitsförderung die Attraktivität als Arbeitgeber sowie die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens nachhaltig gesichert werden kann.

„Damit auch kleine Unternehmen von einem möglichst vielfältigen Angebot an Gesundheitsmaßnahmen profitieren können, werden im Projekt GeMit Betriebsnachbarschaften gegründet, die zusammen Gesundheitsmaßnahmen planen und umsetzten“, erläutert Cornelia Gärtner vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) Frankfurt. Das bedeutet, dass sich mind. 10 Unternehmen auf der Hanauer Landstraße – zwischen Ostbahnhof und Rathenaukreisel – zusammenschließen und gemeinsam überlegen, welche gesundheitsfördernden Maßnahmen sinnvoll sind und in der Praxis umgesetzt werden können. Der BVMW fungiert dabei als Koordinator und wird durch die professionellen Gesundheitscoaches der IKK Südwest fachlich unterstützt.

„Als Partner des Projekts finden wir es besonders spannend, dass so viele Unternehmen in diesem Stück der Hanauer Landstraße ansässig sind, die sich untereinander einfach noch nicht kennen, aber ähnliche Bedarfe haben“, ergänzt Maurizio Pitello, Geschäftsführer der Hain GmbH, der mit Kompetenz und Erfahrung in der Ergonomieberatung an dem Projekt beteiligt ist. Das voneinander Lernen und Miteinander Lösungen schaffen, ist damit ein wichtiges Ziel des Projekts „GeMit“.

„Was auf der Hanauer Landstraße machbar ist, kann auch gut in der Fläche, z.B. in einem ländlichen Gewerbegebiet, funktionieren und es gibt durchaus eine gleiche Zielsetzung in unseren Projekten“, stellte Uwe Heil, Projektkoordinator des BZL Lauterbach das Projekt „klein aber fit“ vor. Im Rahmen dessen werden gemeinsam mit kleinen und mittelständischen Unternehmen des Elektro- und Metallhandwerks in Hessen und Rheinland-Pfalz individuelle Maßnahmen zum langfristigen Erhalt von Beschäftigungsfähigkeit und Gesundheit entwickelt.

Grundlage dafür ist eine Befragung von 20 Modellbetrieben unterschiedlicher Größe zu ihren aktuellen Herausforderungen, wobei der Fokus auf dem Thema Gesunderhaltung liegt. Sowohl Mitarbeiter als auch Inhaber äußern sich anonym und die Ergebnisse werden unter wissenschaftlicher Begleitung des WITRAS Institut Wetzlar ausgewertet. „Die Erkenntnisse aus den Befragungen sind unwahrscheinlich aufschlussreich und deswegen werden wir diese auch im Rahmen von Netzwerkveranstaltungen anderen kleinen und mittelständischen Unternehmen präsentieren“, erläutert Uwe Heil. Ein wichtiges und relevantes Thema in allen befragten Unternehmen ist demnach der „Zeitdruck“. Sowohl Mitarbeiter als auch Inhaber der Unternehmen fühlen sich gehetzt und haben wenige Ideen, wie sie dem in der Praxis begegnen sollen. Aus diesem Grund wird unter Beteiligung der Modellbetrieb dazu die erste Maßnahme bereits konzipiert und umgesetzt.

Alle Projektbeteiligte sind sich einig, dass auch weiterhin ein lösungsorientierter Austausch untereinander erfolgen soll. Wer mehr über die Inhalte des Projekts erfahren möchte, wendet sich bitte an Cornelia.Gärtner@bvmw.de oder heil@bzl-lauterbach.de.

Alle weiteren Information zu der Initiative Neue Qualität der Arbeit finden sich unter www.inqa.de.